Sie nutzen ChatGPT, Copilot oder andere KI im Unternehmen?

Finden Sie in wenigen Minuten heraus, was Sie dokumentieren müssen und wo konkreter Handlungsbedarf besteht.

Der kostenlose KI-Pflichten-Check ordnet Ihren KI-Einsatz anhand des EU AI Act ein und zeigt Ihnen verständlich, welche Pflichten für Sie gelten und was zu dokumentieren ist – ohne juristisches Vorwissen.

Kostenlos · Für KMU · Ergebnis mit konkreten nächsten Schritten · Keine Zahlungsdaten erforderlich

Rechtsstand: 01.06.2026
Nur für Unternehmen (B2B)

Wer ist betroffen?

Alle Unternehmen, die KI-Systeme entwickeln, anbieten oder einsetzen – unabhängig von der Größe.

Welche Risikoklasse?

Der EU AI Act unterscheidet vier Stufen: verboten, hoch, begrenzt und minimal – je nach Einsatzbereich.

Welche Pflichten gelten?

Dokumentation, Risikoanalyse, Transparenzpflichten und ggf. Konformitätsbewertung – abhängig von der Risikoklasse.

Was ist der nächste Schritt?

Starten Sie den kostenlosen EU AI Act Compliance-Check und erhalten Sie Ihre individuelle Handlungsempfehlung.

Können Sie diese fünf Fragen beantworten?

In vielen Unternehmen wird KI längst täglich genutzt – oft über verschiedene Tools und Abteilungen hinweg, ohne zentralen Überblick. Der EU AI Act verlangt aber genau diesen Überblick. Prüfen Sie sich selbst:

1

Welche KI-Systeme setzen Sie im Unternehmen ein?

2

Wofür genau nutzen Sie diese Systeme?

3

Welche Daten geben Ihre Mitarbeitenden dort ein?

4

Wer prüft die Ergebnisse der KI?

5

Was davon haben Sie dokumentiert?

Wenn Sie eine dieser Fragen nicht sicher beantworten können, besteht wahrscheinlich Handlungsbedarf. Der kostenlose Check hilft Ihnen, genau das herauszufinden.

Der EU AI Act beginnt nicht erst bei selbst entwickelter KI

Schon der alltägliche Einsatz gängiger Tools kann Pflichten auslösen. Vier typische Beispiele aus dem KMU-Alltag:

ChatGPT im Marketing

Texte, Bilder und Kampagnen werden mit generativer KI erstellt – oft ohne Kennzeichnung und ohne dokumentierte Freigabe.

Microsoft Copilot im Büro

KI unterstützt bei E-Mails, Dokumenten und Auswertungen – häufig mit personenbezogenen oder vertraulichen Daten.

KI im Recruiting

Werden Bewerbungen mit KI vorsortiert oder bewertet, kann schnell ein Hochrisiko-Anwendungsfall vorliegen.

Chatbot auf der Website

Automatisierte Assistenten im Kundenkontakt unterliegen Transparenzpflichten – Nutzer müssen wissen, dass sie mit KI sprechen.

Entscheidend ist nicht nur, welches Tool Sie verwenden, sondern wofür Sie es einsetzen.

Was Sie nach dem kostenlosen Check wissen

Am Ende des Checks erhalten Sie eine verständliche Ersteinschätzung mit klaren Aussagen zu:

Welche Rolle Sie im Sinne des EU AI Act einnehmen (z. B. Betreiber).

In welchen Bereichen bei Ihnen ein Risiko oder Handlungsbedarf besteht.

Welche Pflichten für Ihren konkreten KI-Einsatz relevant sind.

Welche nächsten Schritte konkret sinnvoll sind.

Ob und was Sie dokumentieren sollten.

So funktioniert die Prüfung

In vier einfachen Schritten von der ersten Frage zum konkreten Maßnahmenplan.

1

KI-Einsatz beschreiben

Sie beantworten einfache Fragen dazu, welche KI Sie wofür nutzen – ohne Fachbegriffe, ohne Vorwissen.

2

Handlungsbedarf erkennen

Der Check ordnet Ihren Einsatz ein und zeigt, wo Pflichten und Risiken bestehen.

3

Konkreten Maßnahmenplan erhalten

Sie bekommen eine verständliche Auswertung mit priorisierten nächsten Schritten.

4

Auf Wunsch gemeinsam umsetzen

Bei Bedarf unterstützen wir Sie mit dem Portal und persönlicher Begleitung bei der Umsetzung.

Dauer: etwa 7–10 MinutenKostenlosen KI-Pflichten-Check starten

Für wen ist das geeignet?

Der EU AI Act betrifft nicht nur Tech-Konzerne. Besonders relevant ist er für Unternehmen, die KI im Alltag einsetzen.

Besonders sinnvoll für

  • Kleine und mittlere Unternehmen, die KI-Tools wie ChatGPT oder Copilot einsetzen.
  • Agenturen und Dienstleister, die KI in Kundenprojekten nutzen.
  • Unternehmen mit mehreren Abteilungen, die KI ohne zentralen Überblick verwenden.
  • Geschäftsführung und Verantwortliche, die Nachvollziehbarkeit und Sicherheit brauchen.

Der kostenlose Check reicht zunächst, wenn …

  • Sie sich einen ersten Überblick über Ihre Pflichten verschaffen möchten.
  • Sie wenige KI-Anwendungen einsetzen und den Handlungsbedarf einschätzen wollen.
  • Sie noch entscheiden, ob und wie Sie dokumentieren müssen.
Kostenlosen KI-Pflichten-Check starten

Das Premium-Portal ist sinnvoll, wenn …

  • Sie Ihren KI-Einsatz dauerhaft dokumentieren und aktuell halten möchten.
  • Mehrere Personen oder Abteilungen an der KI-Governance beteiligt sind.
  • Sie Nachweise und Entscheidungen zentral und nachvollziehbar ablegen wollen.
Premium-Toolkit entdecken

Keine Katze im Sack: So sieht eine Auswertung aus

Keine allgemeinen Versprechen: Sehen Sie anhand eines transparent gekennzeichneten Musterfalls, wie der EU AI Act Check eine typische KI-Anwendung einordnet und welche nächsten Schritte daraus entstehen.

Der dargestellte Musterfall verwendet ausschließlich fiktive Unternehmensdaten und ist keine Kundenreferenz.

Fiktives Praxisbeispiel zur Veranschaulichung – keine Kundenreferenz

Musterfall: ChatGPT im Marketing

Ausgangssituation

Ein kleines Dienstleistungsunternehmen nutzt ChatGPT für Blogartikel, Social-Media-Beiträge und Kundenmails. Es gibt keine zentrale Dokumentation, keine Richtlinie und keinen definierten Freigabeprozess.

Was wird geprüft?

Einsatzzweck der KI
Rolle im Sinne des EU AI Act
Verarbeitete Daten
Menschliche Kontrolle der Ergebnisse
Transparenzanforderungen
Verantwortlichkeiten und Nachweise

Mögliches Ergebnis

KI-Inventar erfassen
Nutzungsarten definieren
Datenumgang regeln
Verantwortliche Person benennen
Freigabeprozess dokumentieren
KI-Kompetenz nachweisen
Kennzeichnungspflichten prüfen

Musterbericht

Gesamtrisiko: Begrenztes Risiko

Transparenzpflichten – kein Hochrisiko im beschriebenen Einsatz.

UnternehmenMuster GmbH
BrancheUnternehmensberatung
Mitarbeiter12
KI-Bereiche1

Ausgangssituation

ChatGPT-Einsatz im Marketing ohne zentrale Dokumentation.

Ermittelte Rolle

Betreiber eines KI-Systems im Sinne des EU AI Act.

Risikoeinordnung

Begrenztes Risiko

Überwiegend begrenztes Risiko mit Transparenzpflichten; kein Hochrisiko im beschriebenen Einsatz.

Handlungsbedarf

KI-Inventar, Nutzungsrichtlinie, Freigabeprozess und Kennzeichnung fehlen.

Empfohlene Maßnahmen

Verantwortliche benennen, Nutzung dokumentieren, Mitarbeitende schulen, Inhalte kennzeichnen.

Quellen / Rechtsstand

Verordnung (EU) 2024/1689; Rechtsstand 1. Juni 2026.

Musterbericht mit fiktiven Unternehmensdaten. Er wurde mit dem EU AI Act Check erstellt und zeigt beispielhaft Aufbau und Umfang einer möglichen Auswertung. Das individuelle Ergebnis hängt von den Angaben und dem konkreten Einsatzzweck ab.

Worauf Sie sich verlassen können

Erfahrung seit 2018

Webutissimo S.L. ist seit 2018 als Dienstleister aktiv. Das EU-AI-Act-Portal ist ein neueres Angebot auf dieser Grundlage.

Klarer Rechtsstand

Alle Inhalte beziehen sich auf einen ausgewiesenen Rechtsstand (1. Juni 2026).

Offizielle Quellen

Grundlage sind die Verordnung (EU) 2024/1689 und Veröffentlichungen der EU-Kommission.

Transparenter Leistungsumfang

Wir legen offen, was geprüft wird, wie geprüft wird, welche Daten verarbeitet werden und wann ein Fachanwalt hinzuzuziehen ist.

Einblick ins Portal

Struktur und Funktionen des Portals sind nachvollziehbar dargestellt – kein anonymes Blackbox-Tool.

Persönliche Ansprechpartner

Bei Fragen stehen Ihnen echte Ansprechpartner persönlich zur Verfügung.

Lieber persönlich besprechen?

Sie sind sich bei der Einordnung nicht sicher? In einem persönlichen 20-minütigen Gespräch gehen wir Ihr Ergebnis gemeinsam durch und beantworten Ihre Fragen zum konkreten Handlungsbedarf.

Persönliche Auswertung buchen

Ihr Ansprechpartner

Dirk Schumacher

Webutissimo S.L.

Thomas Bahr

Webutissimo S.L.

Premium Compliance-Toolkit

KI-Compliance-Software: Vom Check zur vollständigen Dokumentation

Der kostenlose Check zeigt Ihnen, wo Sie stehen. Das Premium-Toolkit unterstützt Sie bei der EU AI Act Implementierung: KI-Systeme dokumentieren, Konformitätsbewertung durchführen, KI-Governance aufbauen und Änderungen lückenlos festhalten.

USP

KI-System-Inventar

Wissen, welche KI wofür genutzt wird: Erfassen Sie alle eingesetzten KI-Systeme zentral – mit Zweck, Anbieter und Verantwortlichkeit an einem Ort.

USP

Lückenloser Audit-Trail

Änderungen und Entscheidungen nachvollziehen: Ein lückenloser Verlauf zeigt, wer wann was geändert hat – als Grundlage für eine strukturierte und nachvollziehbare Dokumentation zur Vorbereitung auf interne und externe Prüfungen.

Fortschrittsvergleich (Snapshots)

Fortschritte sichtbar machen: Halten Sie Ihren Compliance-Stand zu jedem Zeitpunkt als Momentaufnahme fest und zeigen Sie Entwicklung über die Zeit.

Content-Archiv mit Suche & Filter

Richtlinien und Nachweise an einem Ort: Laden Sie Dokumente, Richtlinien und Nachweise hoch und halten Sie alles gesammelt und auffindbar.

Multi-Framework-Referenzen

Risiken systematisch erfassen: Bewerten und dokumentieren Sie Risiken Ihrer KI-Systeme strukturiert statt aus dem Bauch heraus.

Team-Freigabe-Workflow

Klar, wer erstellt, prüft und freigibt: Verteilen Sie Aufgaben und Rollen im Team, damit Verantwortlichkeiten nachvollziehbar sind.

USP

KI-Kennzeichnungs-Checkliste (Art. 50)

Kennzeichnung sicher prüfen: Klären Sie mit einer geführten Checkliste, wo Sie KI-Inhalte nach Art. 50 kennzeichnen müssen.

USP

KI-Compliance-Chatbot

Fragen direkt im Portal klären: Ein integrierter Assistent beantwortet Ihre Fragen zum EU AI Act im Kontext Ihrer Dokumentation.

Häufig gestellte Fragen zur KI-Verordnung

Was ist die KI-Verordnung (EU AI Act)?
Die KI-Verordnung ist der EU-Rechtsrahmen für KI-Systeme. Sie legt Pflichten nach Risikoklassen fest und regelt unter anderem Transparenz, Dokumentation und Verantwortlichkeiten.
Wer gilt als Anbieter und wer als Betreiber?
Anbieter entwickeln oder bringen ein KI-System in Verkehr. Betreiber setzen ein KI-System im eigenen Unternehmen ein und müssen je nach Fall eigene Pflichten erfüllen.
Welche Pflichten gelten für Hochrisiko-KI-Systeme?
Bei Hochrisiko-KI gelten erhöhte Anforderungen an Risikomanagement, technische Dokumentation, Protokollierung, menschliche Aufsicht und Konformitätsbewertung.
Was bedeutet Art. 50 EU AI Act?
Art. 50 regelt Transparenzpflichten, etwa wenn Nutzer mit KI-Systemen interagieren oder KI-Inhalte gekennzeichnet werden müssen. Die konkrete Pflicht hängt vom Anwendungsfall ab.
Ab wann gelten welche Fristen?
Die Verbote für bestimmte KI-Praktiken gelten seit dem 2. Februar 2025. Transparenzpflichten und Regeln für Hochrisiko-KI gelten ab dem 2. August 2026. Weitere Fristen erstrecken sich bis 2027.
Welche Strafen drohen bei Verstößen?
Je nach Schwere drohen Bußgelder von bis zu 35 Mio. Euro oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes. Für KMU gelten verhältnismäßige Obergrenzen.
Was muss bei generativer KI beachtet werden?
Generative KI-Systeme (z. B. Chatbots, Bildgeneratoren) unterliegen der Kennzeichnungspflicht gemäß Art. 50. KI-generierte Inhalte müssen für Nutzer als solche erkennbar sein.
Inhaltsverzeichnis

Änderungslog – Stand 2026

  • Pflichten nach Risikoklasse präzisiert
  • Checkliste um Dokumentationsanforderungen ergänzt
  • Hinweise zu Fristen und Übergangsphasen aktualisiert

EU AI Act: Was Unternehmen wissen müssen

Der EU AI Act verpflichtet Unternehmen je nach Rolle (Anbieter, Betreiber, Importeur, Händler) zu Transparenz, Dokumentation und Risikomanagement. Ob und welche Pflichten gelten, hängt von der jeweiligen KI-Risikoklasse und dem Einsatzszenario ab.

Unser Compliance-Check prüft:

  • Welche Rolle hat Ihr Unternehmen?
  • Welche KI-Risikoklasse liegt vor?
  • Welche Pflichten gelten bereits 2026?

Die 3 wichtigsten Ergebnisse

  • Welche KI-Risikoklasse Ihre Anwendung hat (verboten, hoch, begrenzt, minimal)
  • Welche Anbieter- und Betreiberpflichten für Sie gelten
  • Welche Maßnahmen zur EU AI Act Implementierung Sie priorisieren sollten
2026

Voll gültig ab August

0

Risikokategorien

0+

Artikel im EU AI Act

0 Mio. €

Max. Bußgeld

Ist Ihr System ein Hochrisiko-KI-System?

Annex III der EU-KI-Verordnung definiert konkrete Anwendungsfälle. Prüfen Sie, ob Ihr KI-Einsatz darunter fällt.

AnwendungsfallAnnex-III-KategorieSofortmaßnahme
KI-gestütztes Bewerber-Screening4. Beschäftigung & PersonalverwaltungKonformitätsbewertung + Risikomanagement einrichten
Automatisierte Kreditwürdigkeitsprüfung5b. Zugang zu FinanzdienstleistungenTransparenzpflichten + menschliche Aufsicht sicherstellen
Biometrische Zugangskontrolle am Arbeitsplatz1. Biometrie (Identifizierung)DSFA durchführen + Einwilligung prüfen
KI-basierte Prüfungsbewertung (Schule/Uni)3. Allgemeine & berufliche BildungDokumentation + Qualitätsmanagement aufsetzen
KI in der medizinischen Diagnostik(EU-Produktgesetz: MDR/IVDR)CE-Konformität nach EU-Harmonisierungsrecht prüfen
KI-gesteuerte Verkehrsleitsysteme2. Kritische InfrastrukturRobustheitstest + Cybersicherheit gewährleisten

Was ist der EU AI Act (KI-Verordnung)?

Der EU AI Act – auch KI-Gesetz oder KI-Verordnung genannt – (Verordnung (EU) 2024/1689) ist das weltweit erste umfassende Gesetz zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz. Er regelt Anbieterpflichten und Betreiberpflichten für KI-Systeme, definiert KI-Risikoklassen und legt Transparenzpflichten fest. Er trat am 1. August 2024 in Kraft und wird schrittweise bis 2027 vollständig angewendet.

Verbotene KI-Systeme

Social Scoring, biometrische Echtzeit-Fernidentifizierung in öffentlich zugänglichen Räumen, manipulative KI – vollständig untersagt

Hochrisiko-KI-Systeme

KI in HR, Kreditvergabe, Bildung, kritische Infrastruktur – mit Pflicht zur Konformitätsbewertung und Grundrechte-Folgenabschätzung

Begrenztes Risiko (Transparenzpflicht)

Chatbots, Deepfakes, generative KI – Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte nach Art. 50 EU AI Act

Minimales Risiko

Spamfilter, KI-gestützte Spiele, allgemeine Produktivitätstools

EU AI Act Zeitplan 2024–2027

Die wichtigsten Meilensteine der KI-Verordnung auf einen Blick – von der Verabschiedung bis zur vollständigen Anwendung.

1. August 2024Bereits in Kraft

Inkrafttreten der KI-Verordnung

Die EU-Verordnung 2024/1689 tritt offiziell in Kraft. Beginn der gestaffelten Übergangsfristen.

2. Februar 2025Bereits in Kraft

Verbotene KI-Praktiken (Art. 5)

Verbot von Social Scoring, manipulativer KI und biometrischer Echtzeit-Identifizierung in öffentlichen Räumen.

2. August 2025

GPAI-Pflichten & Governance

Pflichten für General-Purpose-AI-Modelle (Art. 51–56) greifen. Nationale Aufsichtsbehörden müssen benannt sein.

2. August 2026

Hochrisiko-KI vollständig anwendbar

Alle Pflichten für Hochrisiko-KI-Systeme (Art. 6–49) gelten vollständig – inkl. Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung.

Bußgelder & Sanktionen bei Verstößen

Der EU AI Act sieht gestaffelte Sanktionen vor – je nach Schwere des Verstoßes (Art. 99).

SanktionsstufeMaximales BußgeldTypischer VerstoßPraktische Auswirkung
Stufe 1 – Verbotene KIBis 35 Mio. € oder 7 % JahresumsatzEinsatz verbotener KI-Praktiken (z. B. Social Scoring, manipulative Systeme)Existenzbedrohend für KMU
Stufe 2 – Hochrisiko-VerstößeBis 15 Mio. € oder 3 % JahresumsatzFehlende Konformitätsbewertung, mangelnde Dokumentation bei Hochrisiko-KIErhebliche finanzielle Belastung
Stufe 3 – InformationspflichtenBis 7,5 Mio. € oder 1 % JahresumsatzFalsche/unvollständige Angaben gegenüber Behörden, fehlende KennzeichnungSpürbare Strafzahlung
KMU-RegelungJeweils der niedrigere Betrag giltFür KMU und Start-ups gilt jeweils der niedrigere der beiden Beträge (absolut vs. Umsatz)Verhältnismäßigkeit gewahrt

Hinweis: Die Durchsetzung erfolgt durch nationale Marktüberwachungsbehörden. In Deutschland ist die BNetzA zuständig (Art. 70).

Proportionalitätsgrundsatz: Für KMU und Start-ups gelten niedrigere Obergrenzen (Art. 99). Bei der Bemessung wird das wirtschaftliche Überleben des Unternehmens berücksichtigt. Wer den Code of Practice (CoP) unterzeichnet, senkt das Risiko zusätzlich.

ChatGPT, Copilot & Co. – weiter nutzen?

Generative KI fällt unter besondere Transparenzregeln. So ordnen Sie den Einsatz in Ihrem Unternehmen ein.

EinsatzbereichErlaubtVerboten / EinschränkungPflicht nach EU AI Act
Marketing & ContentTexterstellung, Bildgenerierung, ÜbersetzungUnterschwellige Manipulation, täuschende DeepfakesKennzeichnung als KI-generiert (Art. 50)
HR & RecruitingStellenausschreibungen formulierenAutomatisierte Bewerberauswahl ohne AufsichtHochrisiko-Pflichten beachten (Annex III Nr. 4)
IT & SupportCode-Assistenz, Chatbot für FAQsUngeprüfte KI-Entscheidungen in kritischen SystemenMenschliche Aufsicht sicherstellen (Art. 14)
Interne ProduktivitätZusammenfassungen, Protokolle, RechercheMitarbeiterüberwachung, Emotionserkennung am ArbeitsplatzKI-Kompetenz-Schulung (Art. 4)

4-Punkte-Check für Ihren KI-Einsatz

1. Wird der KI-generierte Output als solcher erkennbar gekennzeichnet?

2. Gibt es eine menschliche Kontrolle vor automatisierten Entscheidungen?

3. Wurden Mitarbeitende im sicheren KI-Umgang geschult (Art. 4)?

4. Ist dokumentiert, welche KI-Systeme wofür eingesetzt werden?

EU AI Act vs. DSGVO – Was ist der Unterschied?

Beide Regelwerke können gleichzeitig gelten. So grenzen sie sich ab:

KriteriumEU AI ActDSGVO
RegelungsgegenstandKI-Systeme und deren AnwendungPersonenbezogene Daten
Betroffene SystemeAlgorithmen, Machine Learning, automatisierte EntscheidungenJede Verarbeitung personenbezogener Daten
Risikoeinstufung4 Risikoklassen (verboten bis minimal)Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA)
Typische PflichtenTechnische Dokumentation, Transparenz, KonformitätsbewertungEinwilligung, Auskunftsrecht, Löschpflicht
Wann gelten beide?KI verarbeitet personenbezogene DatenKI verarbeitet personenbezogene Daten

Pflichten-Matrix nach Rolle

Wer muss was bis wann tun? Übersicht der Pflichten je nach Rolle im KI-Wertschöpfungskreis.

RolleHauptpflichtFristBußgeld-Risiko
Anbieter (Provider)Konformitätsbewertung, CE-Kennzeichnung, techn. Dokumentation (Art. 16)Aug 2026Bis 35 Mio. € / 7 % Umsatz
Betreiber (Deployer)Grundrechte-Folgenabschätzung, menschliche Aufsicht, Protokollierung (Art. 26)Aug 2026Bis 15 Mio. € / 3 % Umsatz
ImporteurKonformität prüfen, CE-Kennzeichnung sicherstellen (Art. 23)Aug 2026Bis 15 Mio. € / 3 % Umsatz
HändlerKonformität verifizieren, Lagerung & Transport sichern (Art. 24)Aug 2026Bis 15 Mio. € / 3 % Umsatz
GPAI-AnbieterTechn. Dokumentation, Urheberrechtspolitik, systemisches Risiko bewerten (Art. 51–56)Aug 2025Bis 15 Mio. € / 3 % Umsatz

EU AI Act Compliance – Welche Pflichten gelten für Sie?

Finden Sie in der Tabelle Ihre Unternehmenssituation und den nächsten Schritt:

UnternehmenssituationRisikoklassePflichtNächster Schritt
Interne Nutzung von KI-Tools (z.B. ChatGPT)MinimalKI-Kompetenzpflicht (Art. 4)Compliance-Check starten
Anbieter von KI-LösungenBegrenztTransparenz + Kennzeichnung (Art. 50)Kennzeichnungspflicht prüfen
KI in HR, Kreditvergabe, BildungHochTechn. Doku + Risikoanalyse + KonformitätVollständige Prüfung durchführen
KI für Social Scoring, MassenüberwachungVerbotenEinsatz untersagt (Art. 5)System sofort abschalten
Wichtig zu verstehen

Was zählt als KI-System?

Der EU AI Act reguliert KI-Systeme nach Einsatzzweck und Risikostufe – nicht nach Markennamen oder Anzahl der Tools. Für jedes KI-System mit eigenständigem Einsatzzweck benötigen Sie eine separate Compliance-Dokumentation.

Ein Tool = Ein Projekt

Ihr Unternehmen nutzt ChatGPT für den Kundenservice? Das ist ein KI-System – ein Compliance-Projekt.

Beispiel: ChatGPT für Support → 1 Projekt

Mehrere Tools = Mehrere Projekte

Nutzen Sie ChatGPT, Midjourney und ein eigenes ML-Modell? Jedes System mit anderem Einsatzzweck braucht ein eigenes Projekt.

Beispiel: ChatGPT + Midjourney + ML → 3 Projekte

Plattform = Es kommt darauf an

Eine Plattform wie Magica mit mehreren KI-Modellen kann ein Projekt sein – oder mehrere, wenn die Einsatzbereiche unterschiedliche Risikostufen haben.

Beispiel: Magica für Marketing → 1 Projekt, Magica für HR → separates Projekt

Was ist ein Projekt im Premium-Toolkit?

Ein Projekt bezieht sich auf ein KI-System bzw. eine KI-Anwendung, für die eine eigenständige Compliance-Dokumentation erstellt werden muss – nicht auf jedes einzelne Tool innerhalb einer Plattform. Nutzen Sie z. B. eine Plattform mit verschiedenen KI-Modellen für denselben Einsatzzweck, ist das ein Projekt. Setzen Sie dieselbe Plattform aber für HR und Marketing ein, sind das zwei Projekte mit unterschiedlichen Risikostufen.

Die entscheidende Frage

Nicht der Tool-Name bestimmt die Pflichten, sondern der Einsatzzweck. Ein KI-Tool für Marketing-Texte (begrenztes Risiko) erfordert andere Maßnahmen als dasselbe Tool für Bewerbermanagement (hohes Risiko). Nutzen Sie unseren kostenlosen Fragebogen, um herauszufinden, wie viele Projekte Sie benötigen.

Begriffs-Glossar zum EU AI Act

Die wichtigsten Fachbegriffe der KI-Verordnung verständlich erklärt.

Audit-Trail

Lückenlose, automatische Protokollierung aller KI-Entscheidungen und Datenzugriffe zur Nachvollziehbarkeit.

Konformitätsbewertung

Verfahren, mit dem nachgewiesen wird, dass ein Hochrisiko-KI-System die Anforderungen der KI-Verordnung erfüllt.

Grundrechte-Folgenabschätzung

Pflichtbewertung durch Betreiber, ob ein Hochrisiko-KI-System Grundrechte betroffener Personen beeinträchtigen kann (Art. 27).

KI-Governance

Internes Rahmenwerk aus Prozessen, Richtlinien und Verantwortlichkeiten für den rechtskonformen KI-Einsatz.

Hochrisiko-KI-System

KI-System, das in Bereichen wie Beschäftigung, Bildung, Strafverfolgung oder kritische Infrastruktur eingesetzt wird (Anhang III).

GPAI (General Purpose AI)

KI-Modell mit breiter Einsatzfähigkeit, z. B. große Sprachmodelle (LLMs). Unterliegt eigenen Transparenz- und Dokumentationspflichten (Art. 51–56).

KI-Reallabor (Sandbox)

Kontrollierte Testumgebung unter Aufsicht einer Behörde, in der KI-Systeme unter realen Bedingungen erprobt werden können (Art. 57–62).

Transparenzpflicht

Pflicht, Nutzer darüber zu informieren, dass sie mit einem KI-System interagieren – gilt besonders für Chatbots und Deepfakes (Art. 50).

Risikoklasse

Einstufung eines KI-Systems als minimal, begrenzt, hoch oder inakzeptabel – bestimmt den Umfang der regulatorischen Pflichten.

Betreiber / Anbieter

Anbieter entwickeln und vertreiben KI-Systeme; Betreiber setzen sie ein. Beide tragen unterschiedliche Pflichten nach der KI-Verordnung.

Fazit

Wer KI in der EU einsetzt, entwickelt oder vertreibt, muss handeln – unabhängig von der Unternehmensgröße. Die KI-Verordnung definiert klare Pflichten für Anbieter und Betreiber von KI-Systemen. Der EU AI Act Compliance-Check gibt Ihnen in wenigen Minuten einen klaren Überblick über Ihre KI-Risikoklasse, Pflichten und nächsten Schritte zur Umsetzung.

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