Sie nutzen ChatGPT, Copilot oder andere KI im Unternehmen?
Finden Sie in wenigen Minuten heraus, was Sie dokumentieren müssen und wo konkreter Handlungsbedarf besteht.
Der kostenlose KI-Pflichten-Check ordnet Ihren KI-Einsatz anhand des EU AI Act ein und zeigt Ihnen verständlich, welche Pflichten für Sie gelten und was zu dokumentieren ist – ohne juristisches Vorwissen.
Kostenlos · Für KMU · Ergebnis mit konkreten nächsten Schritten · Keine Zahlungsdaten erforderlich
Wer ist betroffen?
Alle Unternehmen, die KI-Systeme entwickeln, anbieten oder einsetzen – unabhängig von der Größe.
Welche Risikoklasse?
Der EU AI Act unterscheidet vier Stufen: verboten, hoch, begrenzt und minimal – je nach Einsatzbereich.
Welche Pflichten gelten?
Dokumentation, Risikoanalyse, Transparenzpflichten und ggf. Konformitätsbewertung – abhängig von der Risikoklasse.
Was ist der nächste Schritt?
Starten Sie den kostenlosen EU AI Act Compliance-Check und erhalten Sie Ihre individuelle Handlungsempfehlung.
Können Sie diese fünf Fragen beantworten?
In vielen Unternehmen wird KI längst täglich genutzt – oft über verschiedene Tools und Abteilungen hinweg, ohne zentralen Überblick. Der EU AI Act verlangt aber genau diesen Überblick. Prüfen Sie sich selbst:
Welche KI-Systeme setzen Sie im Unternehmen ein?
Wofür genau nutzen Sie diese Systeme?
Welche Daten geben Ihre Mitarbeitenden dort ein?
Wer prüft die Ergebnisse der KI?
Was davon haben Sie dokumentiert?
Wenn Sie eine dieser Fragen nicht sicher beantworten können, besteht wahrscheinlich Handlungsbedarf. Der kostenlose Check hilft Ihnen, genau das herauszufinden.
Der EU AI Act beginnt nicht erst bei selbst entwickelter KI
Schon der alltägliche Einsatz gängiger Tools kann Pflichten auslösen. Vier typische Beispiele aus dem KMU-Alltag:
ChatGPT im Marketing
Texte, Bilder und Kampagnen werden mit generativer KI erstellt – oft ohne Kennzeichnung und ohne dokumentierte Freigabe.
Microsoft Copilot im Büro
KI unterstützt bei E-Mails, Dokumenten und Auswertungen – häufig mit personenbezogenen oder vertraulichen Daten.
KI im Recruiting
Werden Bewerbungen mit KI vorsortiert oder bewertet, kann schnell ein Hochrisiko-Anwendungsfall vorliegen.
Chatbot auf der Website
Automatisierte Assistenten im Kundenkontakt unterliegen Transparenzpflichten – Nutzer müssen wissen, dass sie mit KI sprechen.
Entscheidend ist nicht nur, welches Tool Sie verwenden, sondern wofür Sie es einsetzen.
Was Sie nach dem kostenlosen Check wissen
Am Ende des Checks erhalten Sie eine verständliche Ersteinschätzung mit klaren Aussagen zu:
Welche Rolle Sie im Sinne des EU AI Act einnehmen (z. B. Betreiber).
In welchen Bereichen bei Ihnen ein Risiko oder Handlungsbedarf besteht.
Welche Pflichten für Ihren konkreten KI-Einsatz relevant sind.
Welche nächsten Schritte konkret sinnvoll sind.
Ob und was Sie dokumentieren sollten.
So funktioniert die Prüfung
In vier einfachen Schritten von der ersten Frage zum konkreten Maßnahmenplan.
KI-Einsatz beschreiben
Sie beantworten einfache Fragen dazu, welche KI Sie wofür nutzen – ohne Fachbegriffe, ohne Vorwissen.
Handlungsbedarf erkennen
Der Check ordnet Ihren Einsatz ein und zeigt, wo Pflichten und Risiken bestehen.
Konkreten Maßnahmenplan erhalten
Sie bekommen eine verständliche Auswertung mit priorisierten nächsten Schritten.
Auf Wunsch gemeinsam umsetzen
Bei Bedarf unterstützen wir Sie mit dem Portal und persönlicher Begleitung bei der Umsetzung.
Für wen ist das geeignet?
Der EU AI Act betrifft nicht nur Tech-Konzerne. Besonders relevant ist er für Unternehmen, die KI im Alltag einsetzen.
Besonders sinnvoll für
- Kleine und mittlere Unternehmen, die KI-Tools wie ChatGPT oder Copilot einsetzen.
- Agenturen und Dienstleister, die KI in Kundenprojekten nutzen.
- Unternehmen mit mehreren Abteilungen, die KI ohne zentralen Überblick verwenden.
- Geschäftsführung und Verantwortliche, die Nachvollziehbarkeit und Sicherheit brauchen.
Der kostenlose Check reicht zunächst, wenn …
- Sie sich einen ersten Überblick über Ihre Pflichten verschaffen möchten.
- Sie wenige KI-Anwendungen einsetzen und den Handlungsbedarf einschätzen wollen.
- Sie noch entscheiden, ob und wie Sie dokumentieren müssen.
Das Premium-Portal ist sinnvoll, wenn …
- Sie Ihren KI-Einsatz dauerhaft dokumentieren und aktuell halten möchten.
- Mehrere Personen oder Abteilungen an der KI-Governance beteiligt sind.
- Sie Nachweise und Entscheidungen zentral und nachvollziehbar ablegen wollen.
Keine Katze im Sack: So sieht eine Auswertung aus
Keine allgemeinen Versprechen: Sehen Sie anhand eines transparent gekennzeichneten Musterfalls, wie der EU AI Act Check eine typische KI-Anwendung einordnet und welche nächsten Schritte daraus entstehen.
Der dargestellte Musterfall verwendet ausschließlich fiktive Unternehmensdaten und ist keine Kundenreferenz.
Musterfall: ChatGPT im Marketing
Ausgangssituation
Ein kleines Dienstleistungsunternehmen nutzt ChatGPT für Blogartikel, Social-Media-Beiträge und Kundenmails. Es gibt keine zentrale Dokumentation, keine Richtlinie und keinen definierten Freigabeprozess.
Was wird geprüft?
Mögliches Ergebnis
Musterbericht
Gesamtrisiko: Begrenztes Risiko
Transparenzpflichten – kein Hochrisiko im beschriebenen Einsatz.
Ausgangssituation
ChatGPT-Einsatz im Marketing ohne zentrale Dokumentation.
Ermittelte Rolle
Betreiber eines KI-Systems im Sinne des EU AI Act.
Risikoeinordnung
Begrenztes RisikoÜberwiegend begrenztes Risiko mit Transparenzpflichten; kein Hochrisiko im beschriebenen Einsatz.
Handlungsbedarf
KI-Inventar, Nutzungsrichtlinie, Freigabeprozess und Kennzeichnung fehlen.
Empfohlene Maßnahmen
Verantwortliche benennen, Nutzung dokumentieren, Mitarbeitende schulen, Inhalte kennzeichnen.
Quellen / Rechtsstand
Verordnung (EU) 2024/1689; Rechtsstand 1. Juni 2026.
Musterbericht mit fiktiven Unternehmensdaten. Er wurde mit dem EU AI Act Check erstellt und zeigt beispielhaft Aufbau und Umfang einer möglichen Auswertung. Das individuelle Ergebnis hängt von den Angaben und dem konkreten Einsatzzweck ab.
Worauf Sie sich verlassen können
Erfahrung seit 2018
Webutissimo S.L. ist seit 2018 als Dienstleister aktiv. Das EU-AI-Act-Portal ist ein neueres Angebot auf dieser Grundlage.
Klarer Rechtsstand
Alle Inhalte beziehen sich auf einen ausgewiesenen Rechtsstand (1. Juni 2026).
Offizielle Quellen
Grundlage sind die Verordnung (EU) 2024/1689 und Veröffentlichungen der EU-Kommission.
Transparenter Leistungsumfang
Wir legen offen, was geprüft wird, wie geprüft wird, welche Daten verarbeitet werden und wann ein Fachanwalt hinzuzuziehen ist.
Einblick ins Portal
Struktur und Funktionen des Portals sind nachvollziehbar dargestellt – kein anonymes Blackbox-Tool.
Persönliche Ansprechpartner
Bei Fragen stehen Ihnen echte Ansprechpartner persönlich zur Verfügung.
Lieber persönlich besprechen?
Sie sind sich bei der Einordnung nicht sicher? In einem persönlichen 20-minütigen Gespräch gehen wir Ihr Ergebnis gemeinsam durch und beantworten Ihre Fragen zum konkreten Handlungsbedarf.
Persönliche Auswertung buchenIhr Ansprechpartner
Dirk Schumacher
Webutissimo S.L.
Thomas Bahr
Webutissimo S.L.
KI-Compliance-Software: Vom Check zur vollständigen Dokumentation
Der kostenlose Check zeigt Ihnen, wo Sie stehen. Das Premium-Toolkit unterstützt Sie bei der EU AI Act Implementierung: KI-Systeme dokumentieren, Konformitätsbewertung durchführen, KI-Governance aufbauen und Änderungen lückenlos festhalten.
KI-System-Inventar
Wissen, welche KI wofür genutzt wird: Erfassen Sie alle eingesetzten KI-Systeme zentral – mit Zweck, Anbieter und Verantwortlichkeit an einem Ort.
Lückenloser Audit-Trail
Änderungen und Entscheidungen nachvollziehen: Ein lückenloser Verlauf zeigt, wer wann was geändert hat – als Grundlage für eine strukturierte und nachvollziehbare Dokumentation zur Vorbereitung auf interne und externe Prüfungen.
Fortschrittsvergleich (Snapshots)
Fortschritte sichtbar machen: Halten Sie Ihren Compliance-Stand zu jedem Zeitpunkt als Momentaufnahme fest und zeigen Sie Entwicklung über die Zeit.
Content-Archiv mit Suche & Filter
Richtlinien und Nachweise an einem Ort: Laden Sie Dokumente, Richtlinien und Nachweise hoch und halten Sie alles gesammelt und auffindbar.
Multi-Framework-Referenzen
Risiken systematisch erfassen: Bewerten und dokumentieren Sie Risiken Ihrer KI-Systeme strukturiert statt aus dem Bauch heraus.
Team-Freigabe-Workflow
Klar, wer erstellt, prüft und freigibt: Verteilen Sie Aufgaben und Rollen im Team, damit Verantwortlichkeiten nachvollziehbar sind.
KI-Kennzeichnungs-Checkliste (Art. 50)
Kennzeichnung sicher prüfen: Klären Sie mit einer geführten Checkliste, wo Sie KI-Inhalte nach Art. 50 kennzeichnen müssen.
KI-Compliance-Chatbot
Fragen direkt im Portal klären: Ein integrierter Assistent beantwortet Ihre Fragen zum EU AI Act im Kontext Ihrer Dokumentation.
Häufig gestellte Fragen zur KI-Verordnung
Was ist die KI-Verordnung (EU AI Act)?
Wer gilt als Anbieter und wer als Betreiber?
Welche Pflichten gelten für Hochrisiko-KI-Systeme?
Was bedeutet Art. 50 EU AI Act?
Ab wann gelten welche Fristen?
Welche Strafen drohen bei Verstößen?
Was muss bei generativer KI beachtet werden?
Stand: Juni 2026 · Letzte Aktualisierung: 01.06.2026
Änderungslog – Stand 2026
- Pflichten nach Risikoklasse präzisiert
- Checkliste um Dokumentationsanforderungen ergänzt
- Hinweise zu Fristen und Übergangsphasen aktualisiert
EU AI Act: Was Unternehmen wissen müssen
Der EU AI Act verpflichtet Unternehmen je nach Rolle (Anbieter, Betreiber, Importeur, Händler) zu Transparenz, Dokumentation und Risikomanagement. Ob und welche Pflichten gelten, hängt von der jeweiligen KI-Risikoklasse und dem Einsatzszenario ab.
Rechtsgrundlagen
Unser Compliance-Check prüft:
- Welche Rolle hat Ihr Unternehmen?
- Welche KI-Risikoklasse liegt vor?
- Welche Pflichten gelten bereits 2026?
Die 3 wichtigsten Ergebnisse
- Welche KI-Risikoklasse Ihre Anwendung hat (verboten, hoch, begrenzt, minimal)
- Welche Anbieter- und Betreiberpflichten für Sie gelten
- Welche Maßnahmen zur EU AI Act Implementierung Sie priorisieren sollten
Voll gültig ab August
Risikokategorien
Artikel im EU AI Act
Max. Bußgeld
Ist Ihr System ein Hochrisiko-KI-System?
Annex III der EU-KI-Verordnung definiert konkrete Anwendungsfälle. Prüfen Sie, ob Ihr KI-Einsatz darunter fällt.
| Anwendungsfall | Annex-III-Kategorie | Sofortmaßnahme |
|---|---|---|
| KI-gestütztes Bewerber-Screening | 4. Beschäftigung & Personalverwaltung | Konformitätsbewertung + Risikomanagement einrichten |
| Automatisierte Kreditwürdigkeitsprüfung | 5b. Zugang zu Finanzdienstleistungen | Transparenzpflichten + menschliche Aufsicht sicherstellen |
| Biometrische Zugangskontrolle am Arbeitsplatz | 1. Biometrie (Identifizierung) | DSFA durchführen + Einwilligung prüfen |
| KI-basierte Prüfungsbewertung (Schule/Uni) | 3. Allgemeine & berufliche Bildung | Dokumentation + Qualitätsmanagement aufsetzen |
| KI in der medizinischen Diagnostik | (EU-Produktgesetz: MDR/IVDR) | CE-Konformität nach EU-Harmonisierungsrecht prüfen |
| KI-gesteuerte Verkehrsleitsysteme | 2. Kritische Infrastruktur | Robustheitstest + Cybersicherheit gewährleisten |
Was ist der EU AI Act (KI-Verordnung)?
Der EU AI Act – auch KI-Gesetz oder KI-Verordnung genannt – (Verordnung (EU) 2024/1689) ist das weltweit erste umfassende Gesetz zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz. Er regelt Anbieterpflichten und Betreiberpflichten für KI-Systeme, definiert KI-Risikoklassen und legt Transparenzpflichten fest. Er trat am 1. August 2024 in Kraft und wird schrittweise bis 2027 vollständig angewendet.
Social Scoring, biometrische Echtzeit-Fernidentifizierung in öffentlich zugänglichen Räumen, manipulative KI – vollständig untersagt
KI in HR, Kreditvergabe, Bildung, kritische Infrastruktur – mit Pflicht zur Konformitätsbewertung und Grundrechte-Folgenabschätzung
Chatbots, Deepfakes, generative KI – Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte nach Art. 50 EU AI Act
Spamfilter, KI-gestützte Spiele, allgemeine Produktivitätstools
EU AI Act Zeitplan 2024–2027
Die wichtigsten Meilensteine der KI-Verordnung auf einen Blick – von der Verabschiedung bis zur vollständigen Anwendung.
Inkrafttreten der KI-Verordnung
Die EU-Verordnung 2024/1689 tritt offiziell in Kraft. Beginn der gestaffelten Übergangsfristen.
Verbotene KI-Praktiken (Art. 5)
Verbot von Social Scoring, manipulativer KI und biometrischer Echtzeit-Identifizierung in öffentlichen Räumen.
GPAI-Pflichten & Governance
Pflichten für General-Purpose-AI-Modelle (Art. 51–56) greifen. Nationale Aufsichtsbehörden müssen benannt sein.
Hochrisiko-KI vollständig anwendbar
Alle Pflichten für Hochrisiko-KI-Systeme (Art. 6–49) gelten vollständig – inkl. Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung.
Bußgelder & Sanktionen bei Verstößen
Der EU AI Act sieht gestaffelte Sanktionen vor – je nach Schwere des Verstoßes (Art. 99).
| Sanktionsstufe | Maximales Bußgeld | Typischer Verstoß | Praktische Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Stufe 1 – Verbotene KI | Bis 35 Mio. € oder 7 % Jahresumsatz | Einsatz verbotener KI-Praktiken (z. B. Social Scoring, manipulative Systeme) | Existenzbedrohend für KMU |
| Stufe 2 – Hochrisiko-Verstöße | Bis 15 Mio. € oder 3 % Jahresumsatz | Fehlende Konformitätsbewertung, mangelnde Dokumentation bei Hochrisiko-KI | Erhebliche finanzielle Belastung |
| Stufe 3 – Informationspflichten | Bis 7,5 Mio. € oder 1 % Jahresumsatz | Falsche/unvollständige Angaben gegenüber Behörden, fehlende Kennzeichnung | Spürbare Strafzahlung |
| KMU-Regelung | Jeweils der niedrigere Betrag gilt | Für KMU und Start-ups gilt jeweils der niedrigere der beiden Beträge (absolut vs. Umsatz) | Verhältnismäßigkeit gewahrt |
Hinweis: Die Durchsetzung erfolgt durch nationale Marktüberwachungsbehörden. In Deutschland ist die BNetzA zuständig (Art. 70).
Proportionalitätsgrundsatz: Für KMU und Start-ups gelten niedrigere Obergrenzen (Art. 99). Bei der Bemessung wird das wirtschaftliche Überleben des Unternehmens berücksichtigt. Wer den Code of Practice (CoP) unterzeichnet, senkt das Risiko zusätzlich.
ChatGPT, Copilot & Co. – weiter nutzen?
Generative KI fällt unter besondere Transparenzregeln. So ordnen Sie den Einsatz in Ihrem Unternehmen ein.
| Einsatzbereich | Erlaubt | Verboten / Einschränkung | Pflicht nach EU AI Act |
|---|---|---|---|
| Marketing & Content | Texterstellung, Bildgenerierung, Übersetzung | Unterschwellige Manipulation, täuschende Deepfakes | Kennzeichnung als KI-generiert (Art. 50) |
| HR & Recruiting | Stellenausschreibungen formulieren | Automatisierte Bewerberauswahl ohne Aufsicht | Hochrisiko-Pflichten beachten (Annex III Nr. 4) |
| IT & Support | Code-Assistenz, Chatbot für FAQs | Ungeprüfte KI-Entscheidungen in kritischen Systemen | Menschliche Aufsicht sicherstellen (Art. 14) |
| Interne Produktivität | Zusammenfassungen, Protokolle, Recherche | Mitarbeiterüberwachung, Emotionserkennung am Arbeitsplatz | KI-Kompetenz-Schulung (Art. 4) |
4-Punkte-Check für Ihren KI-Einsatz
1. Wird der KI-generierte Output als solcher erkennbar gekennzeichnet?
2. Gibt es eine menschliche Kontrolle vor automatisierten Entscheidungen?
3. Wurden Mitarbeitende im sicheren KI-Umgang geschult (Art. 4)?
4. Ist dokumentiert, welche KI-Systeme wofür eingesetzt werden?
EU AI Act vs. DSGVO – Was ist der Unterschied?
Beide Regelwerke können gleichzeitig gelten. So grenzen sie sich ab:
| Kriterium | EU AI Act | DSGVO |
|---|---|---|
| Regelungsgegenstand | KI-Systeme und deren Anwendung | Personenbezogene Daten |
| Betroffene Systeme | Algorithmen, Machine Learning, automatisierte Entscheidungen | Jede Verarbeitung personenbezogener Daten |
| Risikoeinstufung | 4 Risikoklassen (verboten bis minimal) | Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) |
| Typische Pflichten | Technische Dokumentation, Transparenz, Konformitätsbewertung | Einwilligung, Auskunftsrecht, Löschpflicht |
| Wann gelten beide? | KI verarbeitet personenbezogene Daten | KI verarbeitet personenbezogene Daten |
Pflichten-Matrix nach Rolle
Wer muss was bis wann tun? Übersicht der Pflichten je nach Rolle im KI-Wertschöpfungskreis.
| Rolle | Hauptpflicht | Frist | Bußgeld-Risiko |
|---|---|---|---|
| Anbieter (Provider) | Konformitätsbewertung, CE-Kennzeichnung, techn. Dokumentation (Art. 16) | Aug 2026 | Bis 35 Mio. € / 7 % Umsatz |
| Betreiber (Deployer) | Grundrechte-Folgenabschätzung, menschliche Aufsicht, Protokollierung (Art. 26) | Aug 2026 | Bis 15 Mio. € / 3 % Umsatz |
| Importeur | Konformität prüfen, CE-Kennzeichnung sicherstellen (Art. 23) | Aug 2026 | Bis 15 Mio. € / 3 % Umsatz |
| Händler | Konformität verifizieren, Lagerung & Transport sichern (Art. 24) | Aug 2026 | Bis 15 Mio. € / 3 % Umsatz |
| GPAI-Anbieter | Techn. Dokumentation, Urheberrechtspolitik, systemisches Risiko bewerten (Art. 51–56) | Aug 2025 | Bis 15 Mio. € / 3 % Umsatz |
EU AI Act Compliance – Welche Pflichten gelten für Sie?
Finden Sie in der Tabelle Ihre Unternehmenssituation und den nächsten Schritt:
| Unternehmenssituation | Risikoklasse | Pflicht | Nächster Schritt |
|---|---|---|---|
| Interne Nutzung von KI-Tools (z.B. ChatGPT) | Minimal | KI-Kompetenzpflicht (Art. 4) | Compliance-Check starten |
| Anbieter von KI-Lösungen | Begrenzt | Transparenz + Kennzeichnung (Art. 50) | Kennzeichnungspflicht prüfen |
| KI in HR, Kreditvergabe, Bildung | Hoch | Techn. Doku + Risikoanalyse + Konformität | Vollständige Prüfung durchführen |
| KI für Social Scoring, Massenüberwachung | Verboten | Einsatz untersagt (Art. 5) | System sofort abschalten |
Was zählt als KI-System?
Der EU AI Act reguliert KI-Systeme nach Einsatzzweck und Risikostufe – nicht nach Markennamen oder Anzahl der Tools. Für jedes KI-System mit eigenständigem Einsatzzweck benötigen Sie eine separate Compliance-Dokumentation.
Ein Tool = Ein Projekt
Ihr Unternehmen nutzt ChatGPT für den Kundenservice? Das ist ein KI-System – ein Compliance-Projekt.
Beispiel: ChatGPT für Support → 1 Projekt
Mehrere Tools = Mehrere Projekte
Nutzen Sie ChatGPT, Midjourney und ein eigenes ML-Modell? Jedes System mit anderem Einsatzzweck braucht ein eigenes Projekt.
Beispiel: ChatGPT + Midjourney + ML → 3 Projekte
Plattform = Es kommt darauf an
Eine Plattform wie Magica mit mehreren KI-Modellen kann ein Projekt sein – oder mehrere, wenn die Einsatzbereiche unterschiedliche Risikostufen haben.
Beispiel: Magica für Marketing → 1 Projekt, Magica für HR → separates Projekt
Was ist ein Projekt im Premium-Toolkit?
Ein Projekt bezieht sich auf ein KI-System bzw. eine KI-Anwendung, für die eine eigenständige Compliance-Dokumentation erstellt werden muss – nicht auf jedes einzelne Tool innerhalb einer Plattform. Nutzen Sie z. B. eine Plattform mit verschiedenen KI-Modellen für denselben Einsatzzweck, ist das ein Projekt. Setzen Sie dieselbe Plattform aber für HR und Marketing ein, sind das zwei Projekte mit unterschiedlichen Risikostufen.
Die entscheidende Frage
Nicht der Tool-Name bestimmt die Pflichten, sondern der Einsatzzweck. Ein KI-Tool für Marketing-Texte (begrenztes Risiko) erfordert andere Maßnahmen als dasselbe Tool für Bewerbermanagement (hohes Risiko). Nutzen Sie unseren kostenlosen Fragebogen, um herauszufinden, wie viele Projekte Sie benötigen.
Begriffs-Glossar zum EU AI Act
Die wichtigsten Fachbegriffe der KI-Verordnung verständlich erklärt.
Audit-Trail
Lückenlose, automatische Protokollierung aller KI-Entscheidungen und Datenzugriffe zur Nachvollziehbarkeit.
Konformitätsbewertung
Verfahren, mit dem nachgewiesen wird, dass ein Hochrisiko-KI-System die Anforderungen der KI-Verordnung erfüllt.
Grundrechte-Folgenabschätzung
Pflichtbewertung durch Betreiber, ob ein Hochrisiko-KI-System Grundrechte betroffener Personen beeinträchtigen kann (Art. 27).
KI-Governance
Internes Rahmenwerk aus Prozessen, Richtlinien und Verantwortlichkeiten für den rechtskonformen KI-Einsatz.
Hochrisiko-KI-System
KI-System, das in Bereichen wie Beschäftigung, Bildung, Strafverfolgung oder kritische Infrastruktur eingesetzt wird (Anhang III).
GPAI (General Purpose AI)
KI-Modell mit breiter Einsatzfähigkeit, z. B. große Sprachmodelle (LLMs). Unterliegt eigenen Transparenz- und Dokumentationspflichten (Art. 51–56).
KI-Reallabor (Sandbox)
Kontrollierte Testumgebung unter Aufsicht einer Behörde, in der KI-Systeme unter realen Bedingungen erprobt werden können (Art. 57–62).
Transparenzpflicht
Pflicht, Nutzer darüber zu informieren, dass sie mit einem KI-System interagieren – gilt besonders für Chatbots und Deepfakes (Art. 50).
Risikoklasse
Einstufung eines KI-Systems als minimal, begrenzt, hoch oder inakzeptabel – bestimmt den Umfang der regulatorischen Pflichten.
Betreiber / Anbieter
Anbieter entwickeln und vertreiben KI-Systeme; Betreiber setzen sie ein. Beide tragen unterschiedliche Pflichten nach der KI-Verordnung.
Offizielle Quellen
Alle Informationen auf dieser Seite basieren auf den offiziellen Rechtstexten und Veröffentlichungen der Europäischen Union.
Volltext der KI-Verordnung (EUR-Lex)
Verordnung (EU) 2024/1689 – der vollständige Gesetzestext im Amtsblatt der EU.
EU-Kommission: KI-Regulierung
Offizielle Übersichtsseite der EU-Kommission zum regulatorischen Rahmen für Künstliche Intelligenz.
EU AI Act FAQ (EU-Kommission)
Häufig gestellte Fragen zur KI-Verordnung – direkt von der Europäischen Kommission.
Fazit
Wer KI in der EU einsetzt, entwickelt oder vertreibt, muss handeln – unabhängig von der Unternehmensgröße. Die KI-Verordnung definiert klare Pflichten für Anbieter und Betreiber von KI-Systemen. Der EU AI Act Compliance-Check gibt Ihnen in wenigen Minuten einen klaren Überblick über Ihre KI-Risikoklasse, Pflichten und nächsten Schritte zur Umsetzung.
Handlungsbedarf für Ihr Unternehmen ermitteln